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Tipps und Tricks 1: So pflegen Sie Fliesen richtig

Fliesen sind ein ebenso langlebiges wie pflegeleichtes Material. Ob als Bodenbelag oder dauerhafte Wandverschönerung, die Pflege der Fliesen sollte auf das jeweilige Material abgestimmt werden. Die Erstreinigung nach dem Verlegen überlässt man am besten dem Handwerksbetrieb, denn zur Entfernung von Zementschlieren und anderen Baurückständen sind spezielle Reiniger erforderlich, die mit der entsprechenden Sachkenntnis angewandt werden müssen. Nach der sogenannten Erstreinigung, auch Bauabschlussreinigung genannt, erweist sich die spätere Pflege der Fliesen als unproblematisch. Grundsätzlich vermieden werden sollten Scheuerpulver oder Flüssigreiniger mit Scheuerpartikeln, denn diese schädigen die Oberfläche aller gängigen Fliesen. Für starke Verschmutzungen hält der Handel auf das Material abgestimmte Spezialreiniger bereit, die den Schmutz wirksam bekämpfen, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Völlig ungeeignet für alle Arten von Fliesen sind zudem Reiniger, die Fluoride oder Flusssäure enthalten. Diese Mittel würden auf den Oberflächen bleibende Schäden hinterlassen.

Leicht zu reinigen: Fliesen aus Steingut

Fliesen aus Steingut werden in der Regel als Wandverkleidung eingesetzt. Die Reinigung dieses Materials ist unproblematisch. Oft genügt es, beim Duschen oder beim Kochen entstehende Feuchtigkeit mit einem weichen Tuch abzunehmen. Leichte Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch problemlos abwischen. Neutralreiniger oder ein mildes Reinigungsmittel im Wischwasser erweisen ebenfalls gute Dienste. Vor allem im Badezimmer kann es mit den Jahren zu Kalkablagerungen kommen. Im Handel erhältliche Kalkreiniger schaffen hier Abhilfe. Diese sollten immer nach den Angaben des Herstellers angewandt und nach der Behandlung gründlich entfernt werden. Reichlich Wasser heißt – nicht nur in diesem Fall – das Zauberwort. Nicht verwendet werden sollten Reiniger, die sehr viele Tenside enthalten, denn diese hinterlassen einen unschönen Film auf dem Fliesenspiegel, der zudem Schmutz leichter anhaften lässt. Gleiches gilt für Schmierseife.

Feinsteinzeug- und Steinzeugfliesen mit Glasur

Fliesen aus Feinsteinzeug und Steinzeug mit glasierter Oberfläche werden sowohl als Wandverkleidung verwendet als auch als Bodenbelag. Zur Reinigung der Fliesen an der Wand kann ähnlich verfahren werden wie bei den Steingutfliesen. Ein feuchtes Tuch reicht meist aus, bei stärkeren Verschmutzungen kann ein milder, nicht nachfettender Reiniger zum Einsatz kommen. Bodenfliesen aus den genannten Materialien benötigen viel Wasser und einen milden Reiniger im Wischwasser, um Verschmutzungen gründlich zu entfernen. Grundsätzlich sollte bei der Reinigung von Fliesen am Wasser nicht gespart werden. Ein mehrmaliges Nachwischen mit Wischmopp, Schrubber oder Bodenwischer muss sein, um den gesamten Schmutz sowie Feuchtigkeit komplett aufzunehmen. Zur maschinellen Reinigung kommen auch Wassersauger, Dampfreiniger oder Dampfbesen in Frage. Die gereinigte Fläche sollte erst wieder betreten werden, wenn sie vollständig abgetrocknet ist, da sonst beim Begehen neuer Schmutz anhaften würde.

Unglasierte Feinsteinzeugfliesen

Unglasierte Feinsteinzeugfliesen weisen aufgrund ihrer Oberfläche je nach Verwendung rutschhemmende Eigenschaften auf, sind offenporiger als glasierte Fliesen und somit etwas anspruchsvoller in der Pflege. Zwar kann das Material trotz seiner Offenporigkeit kaum Wasser aufnehmen (maximal ein Prozent), dennoch können Flüssigkeiten wie Rotwein bei längerem Verbleib eindringen und unschöne Flecken hinterlassen. Verschüttete Flüssigkeiten sollten deshalb unverzüglich entfernt werden. Aufgrund ihrer Imprägnierung, die direkt nach dem Verlegen durchgeführt wird, können unglasierte Fliesen ebenfalls mit Wischmopp, Schrubber oder Bodenwischer gereinigt werden. Als Zusatz im Wischwasser empfehlen sich neutrale Reiniger oder solche, die nur leicht in den alkalischen oder sauren Bereich abweichen.

Unglasierte Feinsteinzeugfliesen mit rutschhemmenden Eigenschaften

Rutschhemmende Fliesen werden überall dort eingesetzt, wo erhöhte Trittsicherheit erforderlich ist. Das kann sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich der Fall sein. Die Oberfläche dieser Fliesen ist leicht angeraut oder weist ein schwaches Profil auf. Diese Art Fliesen findet sich in Küchen, in Schwimmbädern inklusive Wellness- und Saunabereichen, in Duschen, in Eingangsbereichen oder in Außenbereichen. Aufgrund der rauen Oberfläche sind faserige Tücher und ähnliches ungeeignet, weil deren Flusen am Material hängen bleiben würden. Besser zur Reinigung geeignet sind Tücher oder Bezüge aus glatter Mikrofaser, die keine Rückstände hinterlassen. Tensid haltige Reinigungsmittel und Schmierseife sollten nicht zur Reinigung verwendet werden, da durch den entstehenden Film die Trittsicherheit des Materials leiden würde.

Gefährliche Mixturen vermeiden

Bei der Reinigung von Fliesen sollten keinesfalls verschiedene Reiniger gemischt oder nacheinander angewendet werden. Dadurch würde nicht nur das Material leiden, sondern auch die eigene Gesundheit. Gefährlich sind zum Beispiel Verbindungen aus Chlor und Essig, da diese beim Mischen giftiges Chlorgas produzieren würden. Selbst bei getrennter Anwendung, also nicht beim direkten Mischen, ist diese Gefahr gegeben. In den meisten Fällen sind ohnehin keine aggressiven Reiniger vonnöten. Reichlich Wasser ist immer noch der beste Garant für dauerhaft schöne und strahlende Fliesen. Lieber das Wischwasser einmal mehr austauschen, anstatt den Schmutz von einer Ecke in die andere zu wischen, nur um am Wasser zu sparen. Gerade, wenn große Flächen gereinigt werden müssen, sollten mehrere Eimer Wasser die Norm sein. Kurze Intervalle zwischen den Reinigungen helfen dabei, grobe Verschmutzungen gar nicht erst entstehen zu lassen, erleichtern somit die Säuberung und verkürzen die dafür benötigte Arbeitszeit.

 

 

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